| Ausstellung | |||
| Themenbereiche 1-3 Themenbereiche 4-6 Themenbereiche 7-9 | |||
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Darstellung eines deutschen Polizisten und eines
fröhlichen Franzosen aus |
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Tomi Ungerer und die nationalsozialistische Propaganda |
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„Wenn Propaganda eine Form der Werbung ist, dann meine ich, dass die Propaganda der Nazis in der Mediengeschichte ihresgleichen nicht hat“, so erinnert sich der elsässische Grafiker Tomi Ungerer an die Flut von Parolen und Bildern der NS-Propaganda. Der 1931 geborene Tomi Ungerer erlebte mit seiner Familie die Okkupation seiner Heimat erst durch deutsche Truppen und dann durch die deutsche „Zivilverwaltung“ hautnah. Als Kind beobachtete er sehr genau, welche verheerenden Auswirkungen der von Deutschland ausgehende Krieg und die von den Nationalsozialisten durchgesetzte Ideologie hatten. Bereits als Schüler hielt er seine Erlebnisse, Beobachtungen und Eindrücke gern in kritisch-karikierenden Zeichnungen fest. |
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| Aus: Tomi Ungerer, Die Gedanken
sind frei, Copyright © 1993 Diogenes Verlag AG Zürich |
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| Tomi Ungerer und die Zeit der deutschen Besatzung im Elsass | |||
| Deckblatt einer Propagandabroschüre (1942), Collection Tomi Ungerer (© Conseil Général du Bas-Rhin) |
Vor 70 Jahren – am 10. Mai 1940
– drang die deutsche Wehrmacht in die Niederlande, nach Belgien,
Luxemburg und Frankreich ein. Sie besetzte die westlichen Nachbarländer
und annektierte in Frankreich neben dem lothringischen Département
Moselle auch das Elsass, das mit Baden zum „Reichsgau Oberrhein“
zusammengeschlossen wurde. Ab August 1942 wurden die Elsässer zur
Wehrmacht zwangsrekrutiert. Tomi Ungerer hat in seinem Buch „Die
Gedanken sind frei“ über sich selbst geschrieben: „Ich bin ein Produkt
dieser Zeit.“ Seine in der Jugend gemachten Erfahrungen mit
Nationalismus haben ihn auch nach 1945 dazu bewogen, eine sehr
umfangreiche Sammlung mit Dokumenten und Gegenständen des Alltags, der
Nazi-Propaganda und der von den Alliierten und Widerstandsgruppen
während des Zweiten Weltkrieges entwickelten Antipropaganda anzulegen. |
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| Tomi Ungerer und das Thema Frieden | |||
| „Hätte ich die Finsternis jener Jahre nicht
durchlebt und letztlich durchschaut, wäre ich nicht das geworden, was
ich heute bin. Ich bin kein ‚Malgré-Nous’, ein Eingezogener wider
Willen. Ich bin ein ‚Malgré-Tout’, ein Aktivist trotz allem.“ schreibt Tomi Ungerer über sich selbst. Der Kampf gegen Krieg, Extremismus und Diktatur zieht sich bis in die Gegenwart wie ein roter Faden durch seine Werke. Für sein künstlerisches Schaffen, aber auch für sein Engagement für die Völkerverständigung und den Frieden hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. |
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| Für Fr. und D. gefallen
(Elsässisches Schicksal), 1990 (© Musèe Tomi Ungerer, Centre
international de l’Illustration, Strasbourg) |
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| Bilder der Ausstellungskonzeption |